ZBS S 392

Solothurner Kunstbuch

Aufbewahrungsort

Zentralbibliothek Solothurn

Signatur

ZBS S 392

Bezeichnung

Solothurner Kunstbuch

Datierung

um 1500

Schreibsprache

Latein und Deutsch

Kochrezepte: schwäbisch/niederalemannisches Sprachgebiet

Personen

Pieler Benedict (ehem. Besitzer. Die Fam. Bieler war seit dem 17. Jh. mit mehreren Kunsthandwerkern in Solothurn vertreten)

Überlieferungsträger

Kunstbuch/Sammelhandschrift, enthält ca. 2000 v.a. Farbrezepte und technische Anleitungen, aber auch medizinische, alchemistische und kulinarische Rezepte

Anzahl Kochrezepte

11 (Teil A) + 42 (Teil B)

Seitenangaben

Teil A: S. 592-596, Teil B: S. 653-663

Beschreibung

Ursprünglicher Einband aus Holz und Leder erhalten, 331 Papierblätter, Buchblock ca. 21x15cm, spätgotische Kursive in braun/schwarz, rubrizierte Titel, viele Zeichnungen. Verlust von mind. 1 Blatt am Schluss nach den letzten Kochrezepten

Inhalt der Kochrezepte

Senf, Saucen, Fasten- und Fischgerichte, Konservierungsrezepte, Sülzen, Pfeffer, Pasteten, Brühen, Füllungen, Bier, Eiergerichte.

Katalogeinträge und Digitalisate

Katalogeinträge auf swisscollections.ch und swisscovery.ch (jeweils Systemnummer 991170427698505501)

Digitalisat auf e-codices.unifr.ch

Literatur und Bearbeitung

Glaser, Elvira (2022): Schweizer Kochbuchhandschriften im spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Kulturkontakt. In: Cibo e salute nelle tradizioni germaniche medievali: Food and health in the Germanic Middle Ages. Milano: Prometheus. (= Filologia germanica, supplemento 3). S. 119-139.

Weber, Brigitte (2013/2026): Die Kochrezepte der Handschrift S 392: Transkription und Untersuchung einer spätmittelalterlichen Kochrezeptsammlung der Zentralbibliothek Solothurn. Masterarbeit Universität Zürich 2013 = Sprache, Literatur, Kommunikation - Geschichte und Gegenwart 18, JLU Giessen 2026: https://doi.org/10.22029/jlupub-20458.

Weitere Anmerkungen

Die Kochrezeptsammlung weist Parallelüberlieferungen mit einigen anderen zeitgenössischen Sammlungen auf (vgl. Weber 2013). Ausserdem gibt es einige Rezepte, die italienischer Herkunft sind (vgl. Glaser 2022).